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Ernährungserziehung zuhause

Die Familie isst zuhause gemeinsam am Tisch

Mit unserem Programm wollen wir den Kindern dazu verhelfen, auch mal Unbekanntes zu probieren. Denn nur wer Obst und Gemüse von der Ananas bis zur Zucchini kennt, kann sich auch dafür entscheiden.

 

Eines unserer Ziele ist es, Ihre Kinder an mehr Obst und Gemüse zu gewöhnen, um die Nährstoffversorgung zu verbessern und das Risiko für Übergewicht langfristig zu senken. Um dies zu erreichen, haben wir uns viel für Ihre Kinder einfallen lassen. Ganz wichtig ist es jedoch, dass Sie unser im Kindergarten angebahntes Projekt auch zuhause fortführen, denn das spätere Ernährungsverhalten wird bereits in den ersten Lebensjahren entscheidend geprägt und bleibt bis ins hohe Erwachsenenalter stabil. 

Kinder essen einfach, was sie mögen, ganz egal, ob das nun im klassischen Sinne "gesund" ist oder nicht. Sie wollen ein Nahrungsmittel haben und spüren die Folgen eines ungesunden Verhaltens natürlich nicht, zumindest nicht sofort. Einer Studie zufolge greifen Kinder dann am ehesten zu gesunden Nahrungsmitteln, wenn sich ein Gratis-Spiel darin befindet. Das heißt für die Eltern, dass sie ihren Kindern gesunde Nahrung möglichst kindgerecht zubereiten müssen: es soll gut schmecken, fantastisch riechen, nett aussehen und abwechslungsreich sein. Das widerspricht natürlich den Vorstellungen der Eltern von einer guten Qualität, einem annehmbaren Preis.

 

Aber wir hoffen, dass Sie vielleicht Sie auf dieser Seite ein paar Tricks entdecken, um die Ernährung noch gesünder und attraktiver zu gestalten.

Anregungen für einen gesünderen Lebensstil

Wenn Sie folgende "Regeln" beherzigen, sind Sie auf dem Weg zu einem gesünderen Lebensstil Ihrem Ziel schon ein ganzes Stück näher:

 

Vergrößern: Täglich mindestens 60 Minuten aktiv sein

Täglich mindestens 60 Minuten aktiv sein (erhöhte Herzfrequenz)

 

Die Kinder haben großen Spaß, wenn sie herumrennen und toben können. Allerdings ist dies auch am Wochenende nötig.

Vergrößern: 5 Portionen Obst und Gemüse pro Tag (5 a day)

5 Portionen Obst und Gemüse pro Tag (5 a day)

 

Als Faustregel gilt: Eine Kinderhand entspricht einer Portion, zum Beispiel eine Mandarine, eine große Aprikose oder eine halbe Paprikaschote. Obst bzw. Gemüse muss nicht immer frisch sein, es zählt auch Tiefgefrorenes, Püriertes, Obst- und Gemüsesäfte, Suppen etc. Kinder nehmen auf diese Weise schonend verarbeitete Vitaminkraftpakete lieber zu sich.

Vergrößern: Feste Mahlzeiten am Tisch einnehmen

Feste Mahlzeiten am Tisch einnehmen

 

Es scheint so, als würde unser Leben immer hektischer werden. Doch um so wichtiger ist es, dass die Kinder ihre Mahlzeiten gemeinsam am Tisch einnehmen. Auf diese Weise wird unkontrolliertes Essen "nebenbei" oder der Konsum von Fast Food vermieden.

Vergrößern: Kindgerechte Portionen

Kindgerechte Portionen

 

Kinder wachsen zwar zeitweise unheimlich schnell, jedoch ist es äußerst wichtig, stets darauf zu achten, dass sie nur Kinderportionen verzehren. Wenn sie mehr essen, als ihre kleinen Körper benötigen, wird der Überschuss in Körperfettzellen gespeichert.

Vergrößern: Zucker und Fett reduzieren

Zucker und Fett reduzieren

 

Klar dürfen Kinder nicht aus der Zuckerdose naschen, aber es ist auch wichtig, versteckten Zucker zu vermeiden. Daher sollen Kinder beispielsweise nur Wasser und stark verdünnte Fruchtsaftschorlen verzehren. Schneiden Sie außerdem alles sichtbare Fett weg und verwenden Sie Butter, Fette und Öle nur sehr sparsam.

 

 

Vergrößern: Inaktive Freizeitbeschäftigungen auf höchstens eine Stunde täglich reduzieren

Inaktive Freizeitbeschäftigungen auf höchstens eine Stunde täglich reduzieren

 

Nützen Sie den natürlichen Bewegungsdrang der Kinder aus, damit sie sich nicht daran gewöhnen, längere Zeit auf dem Sofa vor dem Fernsehgerät zu verbringen oder stundenlang sitzend am Computer zu spielen beziehungsweise auf dem Bett liegend Hörspielen zu lauschen. Einmal eingeschliffene Gewohnheiten sind nur schwer wieder zu verändern.

 

 

Gesunde Ernährung im Kindergartenalter

Die Lebensmittelpyramide wurde von Ernährungsspezialisten entwickelt und berücksichtigt die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Die Pyramide stellt in graphischer Form die erwünschte Zusammensetzung der Kinderkost dar.

 

Eine ausgewogene Kinderkost wird aus allen Bausteinen der Pyramide zusammengestellt. Die empfehlenswerte Ernährung liefert ca. 50 bis 55 Prozent des Energiebedarfs in Form von Kohlenhydraten (aus Gemüse, Obst, Kartoffeln und Getreide). Fette, vorwiegend aus pflanzlichen Quellen, sollten etwa 30 bis 35 Prozent der Kalorien liefern. Die restlichen Kalorien, circa 10 bis 15 Prozent werden je zur Hälfte aus pflanzlichen und tierischen Eiweiß gedeckt.

 

Die Pyramide ist keine rigide Vorschrift, aber ein Anhaltspunkt. Sie besteht aus sechs Lebensmittelgruppen, nämlich

1. Getränke

2. Gemüse und Obst

3. Brot, Getreide und Beilagen

4. Tierische Lebensmittel: Milch, Milchprodukte, Fleisch, Fisch, Eier

5. Fette und Öle

6. Süßes und Snacks

 

grüne Lebensmittel sollen reichlich verzehrt werden

gelbe Lebensmittel sollen mäßig verzehrt werden

rote Lebensmittel sollen sehr sparsam verzehrt werden

  

Ein wenig an der Ernährung drehen

Ein wichtiger Punkt bei (leicht) übergewichtigen Kindern ist auch, dass Eltern - für die Kleinen unmerklich - an deren Ernährung drehen. Bereits kleine Veränderungen sind viel wert!

 

Tipp: Für kleine "Suppenkasper", die gesunde Suppen mit wenig Begeisterung verzehren, kann man den Esstisch auf folgende Weise interessanter gestalten. Stellen Sie verschiedene Schälchen auf den Tisch von denen sich Ihre Kinder selbstständig ein Löffelchen in die Suppe geben können. Mögliche Inhalte:

  • geschnittener Schnittlauch
  • gehackte Petersilie
  • Sonnenblumen- oder Kürbiskerne
  • Sesamsamen oder
  • geröstete Brotstückchen

Wenn sich die Kinder ihre Suppe selbstständig verfeinern können, werden sie diese auch viel lieber essen.

Wichtiger Ernährungsbaustein: kalorienfreie Getränke

Konsum kalorienfreier Getränke

In den TigerKids-Kindergärten wird sehr darauf geachtet, dass den Kindern vermehrt kalorienfreie oder mindestens kalorienarme Getränke angeboten werden. Dies ist einerseits wichtig, da sich unsere Kinder vermehrt bewegen und dadurch einen erhöhten Flüssigkeitsbedarf haben. Andererseits wurde in zahlreichen Studien festgestellt, dass Kinder, die vermehrt Softdrinks konsumieren, stärker zu Übergewicht neigen. Ein Glas Limonade (330 ml) hat beispielsweise 150 kcal oder 40-50 g Zucker. Diese Menge entspricht 10 Kaffeelöffeln voll mit Zucker! Wenn nun ein Kind täglich ein Glas Limonade zusätzlich trinkt und diese zugeführte Energie nicht anderweitig eingespart wird, kann das kindliche Gewicht theoretisch um mehr als 6 kg innerhalb eines Jahres steigen!

Anders gesagt: Sie als Eltern haben die Chance, ihr Kind auch zuhause frühzeitig an kalorienfreie Getränke zu gewöhnen und ersparen Ihrem Kind dadurch eventuell die unangenehmen Folgen von Übergewicht.