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Die Bedeutung der Bewegung auf dem Weg zur Persönlichkeitsentwicklung

Die Körperliche Aktivität hat eine große Bedeutung für die biologische Entwicklung des kindlichen Körpers, für die Gesundheit, die Emotionen sowie die innere Ausgeglichenheit. Über die Bewegung nehmen unsere Kinder ihre Umwelt wahr, erkunden sie, passen sich ihr an oder machen sie sich passend. Nicht zuletzt aber hat Bewegung auch einen hohen Stellenwert für das soziale Miteinander, da Kinder durch die Bewegung in Kontakt mit Gleichaltrigen treten.

Kinder im Alter von 5-17 Jahren sollten sich laut Weltgesundheitsorganisation (WHO, 2011) am Tag mind. 60 Minuten so bewegen, dass dabei ihr Herz-und Kreislaufsystem aktiviert wird, die Kinder außer Atem kommen und schwitzen. Laut einer  aktuellen Studie zur Gesundheit  von Kindern und Jugendlichen (KIGGS, Welle 2, 2018) erreichen nur rund 26% aller Kinder diese Bewegungsempfehlungen der WHO.

Doch bewegte Kinder sind ausgeglichener, können sich besser konzentrieren und sind weniger anfällig für Stress. Außerdem haben sie ein wesentlich geringeres Risiko, Übergewicht zu entwickeln.

Helfen Sie mit unseren Tipps ihrem Kind dabei, ein aktiveres Leben zu führen.

Tipps und Anregungen für mehr Bewegung

1. Bewegung im Alltag verankern - "Füße sind zum Gehen da"

    Das Auto ist ein absoluter Bewegungskiller! Legen Sie alle Ziele, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad  
    bewältigt werden können mit den Kindern gemeinsam zurück. 

  • Halten Sie einmal Ausschau, welche Wege vielleicht zukünftig zu Fuß oder mit den Rad zurückgelegt werden können und probieren Sie unterschiedliche Strecken aus. Kindergartenkinder können sich hierbei mit Laufrad, Fahrrad, Roller oder Bobbycar mit Freude schnell fortbewegen.
  • Wenn die Wahl besteht, nehmen Sie auch mit den Kindern lieber die Treppen statt den Aufzug
  • Auch in den eigenen vier Wänden lassen sich leicht Bewegungsmöglichkeiten entdecken oder integrieren. Selbst kleine Kinder-oder Wohnzimmer können bewegungsfreundlich mich Wohnwürfel, Kriechtunnel, oder kleinem Trampolin ausgestattet werden.
  • Eine andere Idee wäre, das "TigerKid"- Rennen aus dem Kindergarten ein wenig zu verändern und zu Hause bewegt durchzuführen. Sie können jedem Familienmitglied einen Schrittzähler kaufen und starten damit einen Wettbewerb, wer am Wochenende am meisten Schritte gelaufen ist. Der Gewinner darf sich dann den nächsten Ausflug aussuchen.

    Bewegung im Alltag der Kinder sollte fester Bestanteil sein bzw. werden. Gerade hier gelingt es
    besonders gut und leicht, den bewegten Lebensstil zu verinnerlichen und über die Lebensspanne
    fortzuführen.

 

2. Mehr Kreativität in der Freizeit

    Kindergartensprösslinge sind nicht zu klein für den Sportverein - probieren Sie es aus und finden
    gemeinsam mit Ihrem Kind die richtige Sportart (siehe Tabelle).

    Auch das Wochenende und die Ferien lassen sich bewegt verbringen oder zumindest mit Bewegung
    verknüpfen. Ob mit dem Fahrrad zum Spielplatz, eine kleine Wandertour an den nächsten See oder ein
    Besuch im Zoo  - das alles am Besten mit dem Fahrrad.

 

3. Medienkonsum verdrängt Bewegungszeit

    Ein Merkmal der kindlichen Lebenswelt ist der zunehmende Medienkonsum. Aktuelle Studien belegen,
    dass Kinder im Alter von 4-5 Jahren durchschnittlich 52 Minuten Fernsehen. Während im Jahr 2021 11%
    der Kitas über einen Computer verfügen, so sind es im Jahr 2014 bereits 13% (MiniKIM-Studie, 2014, 
    Mall & Paulus). Mediennutzung bedeutet gleichzeitig null Bewegung!! 

    Achten Sie daher darauf, dass Ihre Kinder nicht mehr als 1/2 bis 1 Stunde pro Tag mit Medien in Kontakt
    sind und richten Sie feste, fernsehfreie Tage ein. Anstelle der Mediennutzung, solle der Fokus wieder
    verstärkt auf das gemeinsame Spiel mit Kindern aus der Umgebung gelegt werden.

 

4. Bewegung leicht gemacht

    Nicht zuletzt kann auch die Wahl der Kleidung Ihr Kind dabei unterstützen, aktiver zu sein bzw. zu
    werden. Daher versuchen Sie wann immer möglich:

    • lieber eine bequeme Hose anstatt schmalen Röcken
    • praktische Schuhe mit gutem Halt statt Riemchensandalen und Schlappen

 

5. Vorbild Eltern

    Auch in puncto Bewegung gilt: Das Vorbild der Eltern ist am effektivsten! Für unsere Kleinen ist es sehr
    wichtig, dass auch die Eltern mitspielen und sich mit sichtlich Spaß an der Sache bewegen, dann ahmen
    Sie ihre Bewegungen nach und empfinden die gleiche Freude daran.

 

 

 

Empfehlenswerte Sportarten für Kinder