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Entspannung

Entspannung bezeichnet eine Form des Wohlbefindens, der Ruhe sowie Gelöstheit und ist ein maßgebender Faktor für das allgemeine Wohlgefühl eines Kindes. Sie betrifft den ganzen Menschen - man kann nicht seelisch angespannt und körperlich entspannt sein oder umgekehrt.

Die Psychologen Vaitl und Petermann (2020) weisen darauf hin, dass Entspannung ein Reaktionsmuster ist, welches zum natürlichen Verhaltensrepertoire gehört. Durch verschiedene Methoden lassen sich Entspannungsreaktionen herbeiführen.

In Deutschland zeigen 17,2 % der Kinder und Jugendlichen psychische Auffälligkeiten. Nach Ergebnissen des Kinder- und Jugendgesundheitssurveys (KiGGS Welle 2, 2014–2017) wurde beispielsweise bei 4,4 % der 3–17-jährigen Kinder eine Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung (ADHS) diagnostiziert. Solche psychischen Auffälligkeiten können mit langfristigen Auswirkungen auf die Entwicklung und Gesundheit verbunden sein.
Der Einsatz von Entspannungsverfahren kann dazu beitragen, Stressbelastungen zu reduzieren und psychischen Auffälligkeiten frühzeitig entgegenzuwirken.

Umso wichtiger ist es daher, die natürliche Entspannungsgabe der Kinder zu erhalten und zu fördern.

Tipps

Mit den folgenden 4 Tipps möchten wir Sie dazu inspirieren, mehr Entspannung in Ihren Alltag zu bringen:


 Seien Sie ein Vorbild

Seien Sie ein Vorbild

Kinder spiegeln den Gemütszustand ihrer Bezugspersonen wider. Wenn Sie für eine entspannte harmonische Grundstimmung bei sich selbst sorgen, leben Sie Kindern eine entspannte Grundhaltung vor.

Greifen Sie auf Rituale zurück

Greifen Sie auf Rituale zurück

Versuchen Sie, feste Rituale beizubehalten bzw. einzuführen, wie bspw. Schlaf-Geh-Rituale mit Vorlesen, Kuscheln, Fantasie- oder Traumreisen, Stilleübungen oder ein wohntuendes Bad am Abend.

Bauen Sie entspannte Aktivitäten in den Tagesablauf ein

Bauen Sie entspannte Aktivitäten in den Tagesablauf ein

Gemeinsames Backen, Kochen, Basteln, Malen, Singen in ruhiger und entspannter Atmosphäre.

Starten Sie entspannt in den Tag

Starten Sie entspannt in den Tag

Versuchen Sie, morgens gut vorbereitet und ruhig den Tag zu beginnen.

Jetzt konkret: Entspannung im Alltag

  • Vermeidung von zunehmender Reizüberflutung
  • Zeit für Entspannung nehmen: Freiraum lassen im Wochenplan des Kindes
  • Aktivitäten hintereinander, nicht nebeneinander umsetzen: das Kind sollte sich auf eine Sache konzentrieren, diese abschließen und dann mit der Nächsten befassen
  • Kindgerechte Medien konsumieren

Quellen:

  • Petermann, F. (Hrsg.). (2020). Entspannungsverfahren: Das Praxishandbuch (6., überarbeitete Auflage). Beltz. https://doi.org/9783621286978
  • Robert Koch-Institut (2018). Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland – Ergebnisse der KiGGS Welle 2 (2014–2017). Journal of Health Monitoring, 3(3). Robert Koch-Institut, Berlin. https://doi.org/10.17886/RKI-GBE-2018-078
  • Jörren, H. L., Schmidt, H., Kaman, A., Ravens-Sieberer, U., Rumpf, H.-J. & Pawils, S. (2023). Mental Health im Kindesalter: der Einfluss von Mediennutzung, Erziehungsverhalten und elterlichem Stresserleben – eine Sekundärdatenanalyse von KiGGS- und BELLA-Daten. Bundesgesundheitsblatt – Gesundheitsforschung – Gesundheitsschutz, 66. Springer Medizin, Berlin. https://www.springermedizin.de/content/pdfId/25489862/10.1007/s00103-023-03727-y